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Guerilla Brot

Wie ich als Filmemacher die Leidenschaft für gutes Brot entdeckte.

Brot hat mich eigentlich nie wirklich interessiert. Okay, ich bin in der Nähe der französischen Grenze aufgewachsen und dort gehören Baguettes ja quasi zur Grundausstattung aber dass ich das Lebensmittel an sich als bedeutsam wahrgenommen hätte: Fehlanzeige. Brot war erstmal nur eine Unterlage.

Dann betrat ich eines Tages die Backstube von Frank Silvanus in meiner alten Heimat, um einen Film (Link unter diesem Text) über das Bäckerhandwerk zu machen. Und das änderte alles. Je länger ich mich mit dem Thema Sauerteigbrot beschäftigte, desto spannender wurde die ganze Sache und ich wollte unbedingt auch backen lernen.

Ich begann also zu Hause einen Roggensauerteig zu züchten. Das ging natürlich erstmal schief bzw. ich wusste noch zu wenig darüber, wie sich der Sauerteig anfühlen und wie er riechen musste.  Die Brote waren anfangs eher kompakt und viel zu sauer.

Durch Fachliteratur und Recherche auf einschlägigen Blogs wurde es Stück für Stück besser und schon bald zog ich die ersten Brote aus dem Ofen, die halbwegs gut waren. Ich war nun so weit, dass ich verlässlich jede Woche ein Brot für meine Familie backen konnte. 

Gleichzeitig war nun jeder Brotkauf bei den Bäckern der Region überwiegend frustrierend, denn nichts schmeckte uns so gut, wie das eigene Brot. 

Nach und nach bekamen auch die Nachbarn Wind von der Sache und fragten nach Brot. Da ich nicht 5 Brote hintereinander im Haushaltsofen backen wollte und man ohnehin ein besseres Gefühl für den Teig entwickelt, wenn man gleich mehrere Brote formt, besorgte ich mir einen gebrauchten Pizzaofen, den ich in die Garage stellte. 

Danach ist es dann etwas eskaliert und so bin ich heute nicht nur Filmemacher, sondern habe mit Guerilla Brot auch meine eigene kleine Bäckerei gegründet.

Bäcker-Porträt
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